Tanger liegt an der nordwestlichen Mittelmeerküste gegenüber dem spanischen Tarifa und ist das wahre Eingangstor Marokkos. Täglich verbinden es mehrere Fähren mit Algeciras und Gibraltar, zudem pendelt einmal pro Woche eine Fähre nach Sète. Die Stadt ist an einen Berghang gebaut und zieht sich bis zu dem goldgelben Sand und der effektvoll beleuchteten Uferfront mit den schmucken Hotelanlagen und Strandrestaurants hinunter. Der Legende nach spaltete Herkules an dieser Stelle die Erde und schuf so die Meerenge von Gibraltar, wo Mittelmeer und Atlantik ihre Gewässer vermischen. Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten findet man rund um die Kasbah inmitten der belebten Altstadt. Steile Gassen und Gässchen winden sich zwischen den weißen Mauern der Häuser, enden oft unvermutet und abrupt. Ein Labyrinth von großen und kleinen Läden mit Handelswaren aller Art erwartet den Besucher. Der Grand Socco (Großer Souk) ist ein typisch marokkanischer Platz mit vielen Teestuben und der wichtigste Marktplatz am Rande der Medina. Hier trifft man auch die Rifbäuerinnen mit ihren großen, wolltroddelnverzierten Strohhüten.
Nordwestlich des Grand Socco befindet sich das große Haupttor der Stadtmauer, das Bab Fahs. Daneben erstrecken sich die Gärten der alten Residenz des Mendoub der Mendoubia (früher Sitz des Sultans der internationalen Kommission, jetzt Sitz des Friedensrichters). In ihnen stehen 800 Jahre alte Dragonienbäume und 40 alte Kanonen aus allen möglichen Ländern. |